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Waldfriedhof

Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter wurden auf verschiedenen kommunalen Friedhöfen in der Region bestattet. So wurden sowjetische Kriegsgefangene und zivile Zwangsarbeiterinnen auf dem Friedhof Großbeeren bestattet.[1] Darüber hinaus gab es spezielle Friedhöfe wie z.B. den Friedhof für verstorbene Kriegsgefangene des Stalag III A in Luckenwalde. Ein Teil der Kriegsgefangene aus diesem Lager mussten auch Zwangsarbeit bei Daimler…
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Ostarbeiterlager an der Potsdamer Straße

Im Gebiet des heutigen Dichterviertels erstreckte sich eine sukzessive immer weiter ausgebaute Ansammlung verschiedener, von einander abgetrennter Barackenlager. [1] Zwischen Bahnhof und KZ-Außenlager befand sich ein Barackenlager, in dem sowjetische zivile Zwangsarbeiter untergebracht waren. [1] Zur Topographie siehe Luftaufnahmen bei Bauer, Helmuth (Hg.), Innere Bilder wird man nicht los die Frauen im KZ-Außenlager Daimler-Benz Genshagen, Berlin…
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Ostarbeiterlager am Mittelganghaus/Lager Ostmark

Am sogenannten Mittelganghaus in der Karl-Liebknecht-Straße 60 befand sich ein Ostarbeiterlager, in dem überwiegend Ukrainer lebten.[1] Der Name des Lagers „Ostmark“ leitet sich aus seiner Geschichte her. Der gleichnamige Flugzeughersteller hatte das Lager aufgebaut, um seine Mitarbeiter auf den Lizenzbau von Dailmer-Benz-Motoren umzuschulen. Daimler-Benz übernahm das Lager, das aus 21 Wohn-, zwei Wirtschafts-, einer Magazinbaracke…
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Lager Birkengrund / Lager Ostwache

Bereits 500 m außerhalb des Betriebsgeländes befand gegenüber der Halle 24, das Lager „Ostwache“, „Ost“ oder auch „Birkengrund“. Es bestand aus 22 Unterkunftsbaracken, je einer Wirtschafts-, Sanitär und Revierbaracke sowie einer Baracke für den Lagerführer. Darüber hinaus existierten acht Wachbaracken, drei Magazinbaracken und ein Heizhaus. Geplant war das Lager für die Unterbringung von 2000 Zwangsarbeitern…
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KZ-Außenlager Ludwigsfelde

Im Gebiet des heutigen Dichterviertels erstreckte sich eine sukzessive immer weiter ausgebaute Ansammlung verschiedener, von einander abgetrennter Barackenlager. [1] Im Bereich um das heutige Rathaus befand sich ein KZ-Außenlager, in dem weibliche Häftlinge untergebracht waren. Die Baracken waren zuvor als SS-Strafvollzugslager genutzt worden. Nachdem die dort inhaftierten, straffällig gewordenen SS-Leute 1944 Ludwigsfelde verließen, entstand dort…
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Kriegsgefangenenlager Ludwigsfelde

Im Gebiet des heutigen Dichterviertels erstreckte sich eine sukzessive immer weiter ausgebaute Ansammlung verschiedener, von einander abgetrennter Barackenlager. [1] Ungefähr auf der Höhe der heutigen Fontane-Grundschale befand sich ein Kriegsgefangenenlager für sowjetische Kriegsgefangene. [1] Zur Topographie siehe Luftaufnahmen bei Bauer, Helmuth (Hg.), Innere Bilder wird man nicht los die Frauen im KZ-Außenlager Daimler-Benz Genshagen, Berlin…
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Kommunaler Friedhof Ludwigsfelde

Seit 1995 erinnert ein Gedenkstein an 19 Frauen, die auf dem kommunalen Friedhof anonym bestattet sind. Helmuth Bauer berichtet, dass der Vorschlag für die Inschrift ursprünglich lautete: „Hier ruhen 19 unbekannte Frauen aus dem KZ Ravensbrück, ermordet im April 1945 im KZ-Außenlager Daimler Benz.“ Der Hinweis auf Daimler Benz wurde bei der Ausführung nicht übernommen.…
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Halle 24

In der sogenannten Halle 24 (auch „Deutschlandhalle“) befand sich die Endmontage der Flugzeugmotoren. Die Halle maß im Grundriss 150 mal 400 Meter.[1] Haline Dańko beschreibt ihre Ankunft am Zwangsarbeitsort: „Die Arbeiter in der Halle erwarteten uns schon und begrüßen uns mit lautem Gelächter: ‚Schaut Euch die die schicken Warschauerinnen an.“[2] Ab Oktober 1944 wurden 500…
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Halle 13

In Halle 13 arbeiteten weibliche „Ostarbeiter“[1] und womöglich weitere Zwangsarbeiter:innen.[2] Eine sechzehnjähriges Mädchen, dass als „Ostarbeiter“ verschleppt wurde, berichtet, dass in Halle 13 nur wenige Deutsche tätig waren. Sie arbeitete an einer Drehmaschine. In der Halle befanden sich weitere Metallbearbeitungsgeräte wie z.B. Metallfräsen.[3] Ein überlebender berichtet, dass nach dem vermeintlichen Verlust eines Werkzeugs den „Ostarbeitern“…
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Halle 11

In Halle 11 war eine Fertigungshalle, in der u.a. niederländische, französische und tschechische Zwangsarbeiter:innen sowie männliche und weibliche „Ostarbeiter“[1] aus Russland und der Ukraine beschäftigt waren.[2] Hier wurden Propellerhülsen und -wellen hergestellt.[3] Darüber hinaus befand sich dort eine Werkzeugmacherei.[4] Die Halle 11 existiert als Bauwerk nicht mehr, Teile des Fundaments sind allerdings im Waldgebiet am…
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Früheres sowjetisches Ehrenmal

An das frühere sowjetische Ehrenmal an der Potsdamer Straße erinnert heute nur noch ein kleiner Stein und eine Plakette. Bei der Umgestaltung der Autobahn wurde dieses abgerissen und die Toten auf den kommunalen Friedhof der Stadt Ludwigsfelde umgebettet. Dabei stellte sich heraus, dass unter den 391 am Ehrenmal bestatteten, vermeintlich bei Ludwigsfelde gefallenen sowjetischen Soldaten,…
Zwangsarbeitsorte
In Ludwigsfelde sowie in und um das Daimler-Benz-Werk entstand ein regelrechter Lagerkosmos. Der Leiter der Werksverpflegung Walter Portner gab 1945 an, dass er für die Verwaltung von sieben Gemeinschaftslagern verantwortlich und für die Verpflegung von 6.000 Lagerinsassen zuständig war. Aber auch weiteren Umland existieren von Großbeeren über Trebbin und Luckenwalde sowie bis ins Berliner Stadtgebiet Lager, in denen Zwangsarbeiter lebten, die für Daimler Benz arbeiten mussten und täglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Werk pendelten.
Neben den Gemeinschaftslagern existierten Zwangsarbeiterunterkünfte in zahlreichen Gastwirtschaften, Tanzsäalen, Scheunen und anderen provisorisch umgenutzten Behelfsunterkünften. Viele dieser Orte, zu denen es teilweise nur mündliche Überlieferungen gibt, lassen sich nicht mehr rekonstruieren.
Die bisher auf der Karte vermerkten Zwangsarbeitsorte stehen überwiegend im Zusammenhang mit Zwangsarbeit bei der Daimler Benz Motorenwerke GmbH. Darüber hinaus gab es Zwangsarbeitsorte in der Landwirtschaft und bei mittelständischen Betrieben. Diese sind bisher nur wenig erforscht. Wir bemühen uns darum, diese nach und nach zu ergänzen.
