Seit 1995 erinnert ein Gedenkstein an 19 Frauen, die auf dem kommunalen Friedhof anonym bestattet sind. Helmuth Bauer berichtet, dass der Vorschlag für die Inschrift ursprünglich lautete: „Hier ruhen 19 unbekannte Frauen aus dem KZ Ravensbrück, ermordet im April 1945 im KZ-Außenlager Daimler Benz.“ Der Hinweis auf Daimler Benz wurde bei der Ausführung nicht übernommen. Laut Bauer habe Daimler Benz den Gedenkstein bezahlt. Die Frauen wurden ursprünglich vom sogenannten „Waldfriedhof“ umgebettet.
Bei der Umbettung der Toten am früheren sowjetischen Ehrenmal um die Jahrtausendwende stellte sich heraus, dass unter den 391 dort erinnerten vermeintlich bei Ludwigsfelde gefallenen sowjetischen Soldaten 148 Personen waren, die offenkundig keine Soldaten gewesen sind. Unter ihnen viele junge Frauen sowie zehn Kinder zwischen einem und zwei Jahren. Es gilt als sicher, dass es sich bei ihnen um Zwangsarbeiter*innen und deren Kinder gehandelt hat.[1] Auch in anderen Zeugnissen von Überlebenden ist die Rede davon, dass in Ludwigsfelde nicht nur Zwangsarbeiter bestattet wurden, die z.B. an mangelnder ärztlicher Versorgung gestorben sind, sondern auch zahlreiche Kinder von sowjetischen Zwangsarbeiterinnen, die kurz nach der Geburt gestorben waren, in Ludwigsfelde begraben wurden.[2]
[1] Bauer, Helmuth (Hg.), Innere Bilder wird man nicht los die Frauen im KZ-Außenlager Daimler-Benz Genshagen, Berlin 2011, S. 634.
[2] Hopmann, Barbara/Mark Spoerer/Birgit Weitz/Beate Brüninghaus, Zwangsarbeit bei Daimler-Benz, Stuttgart 1994, S. 232.

